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Beiträge & Podcasts

17.06.2009 von Kay Pabst | Autor: Andreas Müller | Zeit: 1 Minute

LeineHertz: Frage an Geschäftsführer Markus Mayer

Auf die Frage warum Menschen die beim hannoverschen Lokalsender "LeineHertz" mitmachen, nicht auch bei "radio flora online" aktiv sein dürfen, hat der Geschäftsführer Markus Mayer folgendes ausgeführt:

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17.06.2009 von Kay Pabst | Autor: Hubert Brieden | Zeit: 15 Minuten

LeineHertz: Radio an der Leine

Am 17.6.2009 soll, mit zweieinhalb Monaten Verspätung. ein neues hannoversches „Bürgerradio“ mit dem Namen „LeineHertz 106einhalb“ den Sendebetrieb aufnehmen. „106einhalb“ steht für die UKW-Frequenz 106,5 Mhz, die bis Ende März 2009 von Radio Flora genutzt wurde. Im November 2008 hatte die durch konservative Verbände dominierte Niedersächsische Landesmedienanstalt entschieden, Radio Flora die Sendelizenz nicht zu verlängern. Vorausgegangen war eine beispiellose politische Kampagne gegen das mit mehr als 600 Vereinsmitgliedern und über 200 ehrenamtlich tätigen RadiomacherInnen größte Bürgerradio Niedersachsens. Auf Grund einer wegen ihrer Erhebungsmethoden von Anfang an umstrittenen Telefonumfrage wurde behauptet, Radio Flora werde zu wenig gehört. Das Radio sollte sich den gängigen Flachfunkfunkformaten anpassen: Dauerberieselung durch Pop-Musik und drastische Kürzung von Wortbeiträgen. Gleichzeitig sollten unliebsame Inhalte aus dem Radio verschwinden, kritische Redakteure ausgeschlossen werden. Die Redaktionen sollten durch eine der Werbewirtschaft nahe stehende Chefredaktion kontrolliert werden. Diese Politik war weder im Flora-Trägerverein noch bei den aktiven RadiomacherInnen durchzusetzen. Also wurde den unangepassten BürgerInnen kurzerhand die UKW-Lizenz versagt. Offizielle Begründung: Radio Flora fühle sich zu sehr dem Konzept der Freien Radios verpflichtet und berücksichtige unzureichend die Meinungen „aus dem wirtschaftlich – unternehmerischen Bereich“. Die Flora MitarbeiterInnen bezogen ein neues Studio und stellten ab April 2009 nahtlos auf den Internet-Radiobetrieb um. Und der politisch und formal angepasste Sender „Leine-Hertz“ hatte Probleme, weil er fest mit dem Flora-Personal gerechnet hatte … und war nicht in der Lage, den Sendebetrieb wie geplant am 1. April 2009 aufzunehmen. Nun scheint es endlich zu klappen. Wir berichten in diesem Beitrag über die Geschichte des Konfliktes rund um Radio Flora, einer Geschichte der Zensur im Radio … und über das neue stromlinienförmige „Bürgerradio“ an der Leine. Ausführliche Informationen im Kapitel "Texte und mehr" unter: www.ak-regionalgeschichte.de

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17.06.2009 von Redaktion | Autor: Hubert Brieden | Zeit: 15 Minuten

LeineHertz: Radio an der Leine

Am 17.6.2009 soll, mit zweieinhalb Monaten Verspätung. ein neues hannoversches „Bürgerradio“ mit dem Namen „LeineHertz 106einhalb“ den Sendebetrieb aufnehmen. „106einhalb“ steht für die UKW-Frequenz 106,5 Mhz, die bis Ende März 2009 von Radio Flora genutzt wurde. Im November 2008 hatte die durch konservative Verbände dominierte Niedersächsische Landesmedienanstalt entschieden, Radio Flora die Sendelizenz nicht zu verlängern. Vorausgegangen war eine beispiellose politische Kampagne gegen das mit mehr als 600 Vereinsmitgliedern und über 200 ehrenamtlich tätigen RadiomacherInnen größte Bürgerradio Niedersachsens. Auf Grund einer wegen ihrer Erhebungsmethoden von Anfang an umstrittenen Telefonumfrage wurde behauptet, Radio Flora werde zu wenig gehört. Das Radio sollte sich den gängigen Flachfunkfunkformaten anpassen: Dauerberieselung durch Pop-Musik und drastische Kürzung von Wortbeiträgen. Gleichzeitig sollten unliebsame Inhalte aus dem Radio verschwinden, kritische Redakteure ausgeschlossen werden. Die Redaktionen sollten durch eine der Werbewirtschaft nahe stehende Chefredaktion kontrolliert werden. Diese Politik war weder im Flora-Trägerverein noch bei den aktiven RadiomacherInnen durchzusetzen. Also wurde den unangepassten BürgerInnen kurzerhand die UKW-Lizenz versagt. Offizielle Begründung: Radio Flora fühle sich zu sehr dem Konzept der Freien Radios verpflichtet und berücksichtige unzureichend die Meinungen „aus dem wirtschaftlich – unternehmerischen Bereich“. Die Flora MitarbeiterInnen bezogen ein neues Studio und stellten ab April 2009 nahtlos auf den Internet-Radiobetrieb um. Und der politisch und formal angepasste Sender „Leine-Hertz“ hatte Probleme, weil er fest mit dem Flora-Personal gerechnet hatte … und war nicht in der Lage, den Sendebetrieb wie geplant am 1. April 2009 aufzunehmen. Nun scheint es endlich zu klappen. Wir berichten in diesem Beitrag über die Geschichte des Konfliktes rund um Radio Flora, einer Geschichte der Zensur im Radio … und über das neue stromlinienförmige „Bürgerradio“ an der Leine. Ausführliche Informationen im Kapitel "Texte und mehr" unter: www.ak-regionalgeschichte.de

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