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06.05.2009 von Redaktion | Autor: Hubert Brieden, Helge Kister, Mechthild Dortmumd | Zeit: 43 Minuten

Menschen im Toten Moor

Radiofeature von Hubert Brieden und Helge Kister, Sprecherin Mechthild Dortmund Totes Moor. Schon der Name für diese ehemalige Sumpf- und Wasserlandschaft zwischen Neustadt am Rübenberge und dem Steinhuder Meer lässt schaudern. Wer denkt da nicht an alte Geschichten von Geistern und Gespenstern, die aus den Nebelschwaden auftauchen und müde Wanderer vom festen Pfad abbringen? Aber kam nicht erst mit der Arbeit das wirkliche Grauen in diese Sumpflandschaft? Moorarbeit war Knochenarbeit. Nur wer in äußerste Not geraten war, schuftete in Torfstichen und Entwässerungsgräben: zunächst verarmte Bauern, später Tausende von Wanderarbeitern und -arbeiterinnen aus Osteuropa. In den Weltkriegen wurden Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ins Tote Moor getrieben. Heute ist der Sumpf weitgehend trockengelegt, das Kultivierungswerk ist vollendet, die Arbeit bald getan – Arbeit, die Natur und Menschen gleichermaßen zerstörte. Im Radiofeature geht es um eines der interessantesten Kapitel in der Sozialgeschichte der Region Hannover.

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