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Südnordfunk

eine Sendereihe der Redaktion der Zeitschrift iz3w (Informationszentrum 3. Welt)

Sendezeiten

16.11 16:00 17:00

eine Sendereihe der Redaktion der Zeitschrift iz3w

Schlagworte:
Sendezeit: 3. Samstag im Monat 16:00-17:00
Wiederholung: 4. Samstag im Monat 16:00-17:00

 

Mehr über das Informationszentrum 3. Welt unter: https://www.iz3w.org

 

19.10.19

Südnordfunk #65 im Okt.
Proteste in Ägypten, Sudan und Haiti

 

21.09.19

Südnordfunk #64 im Sep.
Klimapolitiknotstand

Das iz3w beteiligt sich am Klimastreik von „Fridays for Future“. Lasst uns wachsam und kritisch bleiben. Wir wollen ein radikales Umsteuern in der Klimapolitik und nicht bloß schöne Worte hören! Das iz3w wird sich beim Klimastreik am 20. September stark machen für soziale und ökologische Lösungen der Klimakrise!

Interview: Wo steht die internationale Klimapolitik?
Gerade erst tagte der G7 Gipfel. Der französische Präsident hat die brennenden Regenwälder gegenüber dem brasilianischen Präsidenten angesprochen. Klimapolitik im Kreise der Kamingespräche der mächtigsten Regierungschefs der Welt? Und was kann diesen September von der UN-Vollversammlung in New York, die sich dem Klima widmet, politisch erwartet werden? Wird der Klimanotstand, den das Klimasekretariat in Bonn auf dem letzten Zwischengipfel proklamierte, der Klimadiplomatie einen Schubs geben?
Eine Einschätzung der internationalen klimapolitischen Wetterlage mit Martina Backes.

Kurzbeitrag: Fridays4Future im Globalen Süden
Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet wird, werden weltweit die Klimastreiks der Fridays For Future Bewegung erwartet. Einige ihrer Anliegen hat Franzi für den südnordfunk zusammengestellt.

Reportage: Free the Soil
Die Kampagne gegen die verheerenden Praktiken industrieller Landwirtschaft und deren Auswirkungen: Was wollen die Massenaktionen zivilen Ungehorsams gegen das Düngemittelunternehmen YARA erreichen?  Ein Beitrag von Lisa Westhäuser.

Auch Handelspolitik ist Klimapolitk
Autos gegen Fleisch und Soja – so lautet die inoffizielle Version des Handelsabkommens zwischen den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay und den Mitgliedsstaaten der EU. Den Schutz des Regenwaldes, die Rechte von Indigenen und bäuerliche Interessen haben die Verhandelnden offenbar „vergessen“.

 

17.08.19

Südnordfunk #63 im Aug.

Honduras:
# Der Präsident und die Macht

Wie funktioniert die Diktatur von Präsident Juan Orlando Hernández?
Ein Erklärvideo von Radio Progreso aus Honduras fasst eindrücklich zusammen, wie derzeit in dem lateinamerikanischen Land die Demokratie attackiert wird. Das Radio macht damit deutlich, wie der Präsident Macht in seinen Händen konzentriert und demokratische Grundprinzipien unterwandert. Hier die deutsche Übersetzung …

# Proteste gegen die Privatisierung der Bildung

Seit Monaten gehen Beschäftigte des Gesundheits- und des Bildungswesens in Honduras auf die Straße. Sie protestieren gegen die geplante Privatisierung beider Sektoren in dem mittelamerikanischen Land. Den Protesten schlossen sich neben SchülerInnen und Studierenden weite Teile der Bevölkerung an. Mittlerweile fordern sie den Rücktritt von Präsident Juán Orlando Hernández und seiner als korrupt geltenden Regierung.

Darwin Sánchez war Student der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Choluteca, Honduras, bevor er sich gezwungen sah, das Land zu verlassen. Seit April dieses Jahres lebt er mit seiner Familie in Stralsund und hat Asyl beantragt. Er war Teil der studentischen Protestbewegung in Choluteca und wurde in diesem Rahmen kriminalisiert. In Honduras hatte er Angst um sein eigenes Leben und das seiner Familie. Deswegen habe sie gemeinsam die Entscheidung getroffen, auszuwandern, dorthin, wo sie in Sicherheit sind und wo man die „Menschenrechte achtet“.

# Hassverbrechen gegen LGBTI

In Lateinamerika es für die LGBT-Community in Honduras am gefährlichsten. Nicht nur häufen sich dort die Morde an LGBT-Menschen, vor allem seit dem Putsch 2009. Auch von Seiten der Regierung gibt es kaum Ambitionen, die Morde aufzuklären. Für die Täter herrscht fast vollständige Straflosigkeit. Wir sprachen mit dem freien Journalisten Knut Henkel, der u.a. mit der LGBTI*-Menschenrechts-Aktivistin Gaba Sahory Reyes aus Honduras arbeitet, die heute im Exil in München lebt.

# Naher Osten:
Kann es einen Vertrag über die Beseitigung von Atom- und Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten geben?

1974 befürwortete die Gerneralversammlung der UN erstmals die Schaffung einer Atmowaffenfreien Zone im Nahen Osten. 45 Jahre und etliche Konferenzen und Resolutionen später scheint das Ziel noch immer in weiter Ferne. Doch ein kleines transnationales Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen hat nun – als erster Akteur überhaupt – eine umfassende Vertragsvorlage für das vollkommene Verbot aller Massenvernichtungswaffen entworfen.

Im Interview: Sharon Dolev, Gründerin und Leiterin der israelischen Abrüstungsbewegung, und Emad Kiyaei, Mitwirkender beim Projekt Middle East Treaty Organization (METO), über die Abrüstungsbemühungen zur Beseitigung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten.

 

20.07.19

Südnordfunk #62 im Juli
Krise im Sudan / Nachkriegsgesellschaft in Uganda / Korruptionsleaks in Brasilien / Honduras 10 Jahre nach dem Putsch

Sudan: Warum das Militär die Macht nicht abgeben will

Seit Ende vergangenen Jahres gibt es massive Proteste im Sudan. Diese haben im April 2019 zum Sturz des langjährigen Präsidenten Omar al-Bashir geführt. Doch die Proteste gehen weiter, denn das Militär hat nun die Macht übernommen und weigert sich bislang, diese an das Volk abzugeben. Mit Dr. Mahmoud Abdelkarim, einem sudanesischen Arzt in Freiburg, haben wir über die aktuellen Geschehnisse und die Hürden für einen politischen Wandel im Sudan gesprochen

Uganda: Die Narben des Bürgerkrieges sind noch nicht verheilt.

Über 20 Jahre terrorisierte die Lord’s Resistance Army (LRA) die Bevölkerung in Norduganda. Mehr als zwei Millionen Menschen wurden vertrieben und über 66.000 Kinder zwangsrekrutiert. Bis heute leidet die Bevölkerung unter den Folgen des Bürgerkriegs, der von 1986 bis 2006 tobte. Wir sprachen mit Esther Arach von der Organisation FOWAC (Foundation for Women Affected by Conflicts) darüber, wie der Bürgerkrieg in Uganda erinnert wird und warum gerade Frauen bis heute mit dem Erbe des Krieges gewaltsam konfrontiert werden.

Brasilien: Intercept Leaks – Wird das Verfahren gegen Expräsident Lula neu aufgerollt? Kann Bolsonaro sich halten?

Der brasilianische Expräsident Inácio Lula da Silva von der Arbeiterpartei PT war im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2018 als Favorit gehandelt worden, bevor er inhaftiert wurde und somit aus dem Rennen war. Nun erhärten sich Indizien, dass die die Vorwürfe zu Korruption erfunden seien. Geleakte Dokumente enthüllen, dass Staatsanwält*innen schwerwiegende Zweifel an der Schuld Lulas hegten. Die Inhaftierung von Lula half, den Weg für die Wahlen des ultrarechten ehemaligen Offizier Jair Bolsonaro zu ebnen. Der hatte dann seinerseits Richter Sérgio Moro zu seinem Justizminister ernannte. Jetzt werden Stimmen laut, Moro solle zurücktreten. Dieser weist alle Schuld von sich.
Democracy Now! sprach mit dem Journalisten und Pulitzer-Preis Gewinner Glenn Greenwald von The Intercept in Rio de Janeiro, dessen Berichte auf einem Fund von internen Akten und privaten Gesprächen der Staatsanwaltschaft zum Fall Operation Lava Jato basiert. Wir haben Auszüge übersetzt.

Honduras: 10 Jahre nach dem Putsch

Viele Menschen aus den sozialen Bewegungen in Honduras üben zehn Jahre nach dem Putsch noch immer Widerstand und sind auf den Straßen. Einige ließen ihr Leben, ermordet von Polizei oder Militär. Sie wurden bei Protesten erschossen, ermordet von Auftragskillern oder Opfer von Hassverbrechen gegen Frauen, LGBTI und Andersdenkende. Andere sind geflohen, weil sie bedroht wurden oder bereits Attentate auf ihr Leben überlebt hatten, und leben heute im Exil.
Radio ONDA fragte, wie die Menschen aus der Opposition und den sozialen Bewegungen die Situation heute sehen, zehn Jahre nach dem Putsch vom 28. Juni 2009.

 

15.06.19

Südnordfunk #61 im Juni
Enttäuschte Hoffnung auf Frieden in Kolumbien

Fünfzig Jahre lang tobte in Kolumbien ein Bürgerkrieg zwischen staatlichen Gruppen, rechten Paramilitärs, linken Guerillas und anderen Gruppen. Über 200.000 Menschen kostete der Konflikt das Leben. Im November 2016 wurde dann ein Friedensvertrag unterschrieben und die KämpferInnen der linken Guerillagruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Volksarmee) gaben zum größten Teil ihre Waffen ab.

Offiziell herrscht Frieden in Kolumbien. Und tatsächlich ist seitdem die Zahl der bewaffneten Konflikte in dem Land zurückgegangen. Dennoch sind viele Menschenrechtsaktivist*innen und Journalist*innen von Gewalt betroffen.

 

18.05.19

Südnordfunk #60 im Mai

# Stimmen zur humanitären und politischen Lage in Venezuela
# Die Palmölfront in Indonesien: Droht Westpapua ein neuer Boom?
# Interview mit dem Autor Rodrigue Ndie über seinen Roman „Die Suchenden“

20.04.19

Südnordfunk #59 im April

# Ukraine fünf Jahre nach dem blutigen Ende des Maidan
# UND Afrofone Sounds vom Atlantik bis zum Indischen Ozean von Ostinato Records – Interview mit Vik Sohonie

 

16.02.19

Südnordfunk # 57  I Februar I Machtwechsel im Kongo

# DR Kongo: Befördert der Machtwechsel einen demokratischen Wandel?
# Kongokonferenz in Berlin: Wie wird der Kolonialismus von Panafrikanist*innen erinnert?
# Pakistan: Was bedeutet die Verjährung der Anklage im Fall des Brandes einer Textilfilma?
# Film: Deutscher Kinostart des kenianischen Spielfilms Rafiki über eine lesbische Liebe

 

20.10.18

Ehemalige und Aktive erzählen über das Arbeiten im Kollektiv, über die Redaktionssitzungen der Zeitschrift,  über die Relevanz der Inhalte und warum sie die iz3w zeitweise oder längerfistig mitgestaltet haben.
Außerdem: Eddy Munyaneza über seinen Film Uncertain Future

 

15.09.18

Seit Monaten nimmt die Repression gegen Proteste in Nicaragua zu – Aufbegehren gegen Einschüchterung und Gewalt sind Themen des südnordfunk im September.

Seit dem 19. April ist die friedliche Protestbewegung in Nicaragua brutaler Repression durch regierungstreue Truppen, Polizei und Militär ausgesetzt. In dem Konflikt zwischen Protestierenden und Regierung starben bis Ende August laut zivilgesellschaftlicher Organisationen rund 450 Menschen – die meisten durch die Polizei und paramilitärische Schwadronen.

Ende August hat Präsident Daniel Ortega die Arbeit einer Gruppe von UN-VertreterInnen beendet. Das Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte warf der Regierung in einem kritischen Bericht zur Niederschlagung der Proteste massive Repression gegen Demonstrierende vor. Der südnordfunk berichtet über die Hintergründe der Proteste und über die Repression.

 

18.08.18

Proteste im Kongo 1968, Abschiebung in Algerien und ein Gespräch mit Pat Mooney von der Action Group on Erosion Technology and Concentration (ETC Group) zu den Risiken der syntetischen Biologie

Die Blindheit der anderen – mit Mut, Humor und Expertise gegen den Alltagsrassismus

Diskriminierungssensible Bildung macht Arbeit. Nur manchmal, für Momente der Begegnung, wird sie mit einem Gefühl von Freiheit und Momenten der Begegnung auf Augenhöne belohnt.

People of Colour berichten über ihre Tätigkeit als transkulturelle Kommunikationstrainer*innen. Ein gemeinsamer Schwerpunkt der vier für das Feature interviewten Bildungstrainerinnen ist die diskriminierungssensible und anti-rassistische Bildungsarbeit. Sie alle sind darin ExpertInnen in doppeltem Sinne. Zum einen, weil sie es gelernt haben: ihre Ausbildungen qualifizieren sie dazu. Zum anderen, weil sie als People of Colour, als die sie sich gelegentlich bezeichnen, eigene Erfahrungen mit Diskriminierungen gemacht haben. Ein Feature von Martina Backes.

 

21.07.2018: über die Staatenlosigkeit

Die 50. Sendung des südnordfunk schaut auf Aspekte der Staatenlosigkeit. Eigentlich hat jeder Mensch das Recht auf einen Pass. Das legt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte fest. Doch über zehn Millionen Menschen weltweit sind staatenlos, in Europa zirka 600.000 Personen. Der Besitz des Passes ist eben auch ein Privileg.

Nun mag man aus durchaus guten Gründen das Konzept der nationalen Zugehörigkeit ablehnen, sich gegen nationale Staatsbürgerschaft auflehenen oder von ihr abwenden. Doch was bedeuetet es, keine Staatszugehörigkeit zu haben? Hierzu könnte man eine ganze Bibliothek einrichten. Wir schauen auf drei Mikrokosmen dieses wenig beleuchteten Universums der Rechtslosigkeit und des Unrechts.

# „Schwarze können keine Deutschen sein“
Zur Situation von Afrikaninerinnen, Afrikanern und Afro-Deutschen zur NS-Zeit und danach / Interview mit der afrodeutschen Autorin und Aktivistin Katharina Oguntoye

## „Die Deutschen romantisieren die Staatenlosigkeit“ – Interview mit einer ehemaligen russischen Staatsangehörigen

### Flüchtling sein und staatenlos dazu – Gebauter Beitrag. Zu Wort kommt Alaa‘, eine nach Deutschland geflüchtete syrische Palästinenserin

#### Außerdem: Krise in Burundi: der südnordfunk sprach mit dem Journalisten Antoine Kaburahe über die politische Krise und Medienrepression im Land. Kaburahe leitet das regierungskritische Medium IWACU und lebt seit 2015 im Exil.


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