Solidarität mit Rojava, Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien
Pressemitteilung
Start der Karawane nach Kobanê (Kurdistan) heute in Hannover
Heute startet eine Auto-Karawane von hier bis nach Kobanê im aktuell vom Krieg überfallenen Rojava (kurdischer Teil in Syrien/Teil der demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien). Diese Karawane folgt dem Aufruf an die Gesellschaft der demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien (DAANES) in die Region zu kommen und bei der Verteidigung gegen den Islamischen Staat und die militärische Großoffensive durch die syrische Übergangsregierung und der Türkei zu unterstützen.
Die Karawane – Peoples´ Caravan to Defend Humanity – fährt morgen, Freitag 23.01. aus Hannover los. Startpunkt ist Kornst. 17, 30167 Hannover um 8 Uhr. Hierzu wird es lautstarke Solidaritätsbekundungen vor Ort geben, um den Konvoi loszuschicken.
Bereits heute um 15 Uhr wird der Start der Karawane öffentlich bekundet. Um 15 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Landtag in Hannover statt, welche zusätzlich auf die Massaker des Krieges und den zurückgekommenen IS in der Region aufmerksam macht.
Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus Deutschland wird sie sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen, von wo aus sich ganz Europa auf den Weg nach Kobanê machen wird, um sich dem Widerstand gegen den Islamismus anzuschließen. Während aus den kurdischen Gebieten in der Türkei, Syrien und dem Irak bereits Tausende dem Aufruf der Selbstverwaltung gefolgt sind, wird auch mit einer großen Beteiligung aus Europa gerechnet.
Wir laden alle Pressevertreter:innen ein, diesen historischen Moment zu dokumentieren und die notwendige Öffentlichkeit zu schaffen.
Im Anhang finden sie den Aufruf, sich der Karawane anzuschließen.
Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung
Pressekontakt:
Helin Kalan
NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Hannover e. V.
E-Mail: nav-dem_hannover@posteo.de
-- NAV-DEM - Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Hannover e.V. NAV-DEM_Hannover@posteo.de https://navdemhannover.blackblogs.org/ 01638911292
Aktion von „Women defend Rojava“ im Niedersächsischen Landtag: Protest gegen Angriffe auf Rojava und die systematische Gewalt gegen Frauen.
Aktion von “Women defend Rojava” im Landtag: Aktivist:innenwollten Papier zur aktuellen Lage von Frauen im Zuge der islamistischen Massaker der syrischen Übergangsregierung in Nord- und Ostsyrien überreichen. Sicherheitsdienst verhindert dies und greift Presse an.
Am heutigen Donnerstag, den 22. Januar sind Aktivist:innen der Kampagne “Women defend Rojava” in den Hannover Landtag gekommen, um auf die Situation der Frauen in der aktuellen Lage der Angriffe auf Kobane und weitere Teile der demokratischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien aufmerksam zu machen. Seit dem 6. Januar 2026 begann die syrische Übergangsregierung mit Massakern an in der Region lebenden Minderheiten.
Die Kampagne “Women defend Rojava” hatte sich 2019 mit Angriffen auf die Städte Serekaniye und Gire Spi international in Solidarität mit der Frauenrevolution gegründet.
Unter dem Download-Link finden Sie Aufnahmen der Aktion:
Download-Link: https://wetransfer.com/
Pressemitteilung
Aktion von „Women defend Rojava“ im Niedersächsischen Landtag: Protest gegen Angriffe auf Rojava und die systematische Gewalt gegen Frauen.
Hannover, 22. Januar 2026
Am heutigen Donnerstag sind Aktivist:innen der Kampagne “Women defend Rojava” in den Niedersächsischen Landtag in Hannover gekommen,um auf die dramatische Zuspitzung der Lage in Nord- und Ostsyrien aufmerksam zu machen. Im Rahmen eines Besuchs mit einem Transparent im Landtag wollten sie ein Dossier zur aktuellen Situation von Frauen im Zuge der islamistischen Massaker der syrischen Übergangsregierung an die Abgeordneten überreichen.
Seit dem 6. Januar 2026 verübt die syrische Übergangsregierung unter Führung von Jolani und der HTS-Dschihadisten großflächige Angriffe auf Gebiete der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien. Insbesondere die Region um Kobane, ein zentrales Symbol des Widerstands gegen den sogenannten „Islamischen Staat“, ist erneut umzingelt. Die Angriffe erfolgen von drei Seiten durch Truppen der Übergangsregierung, während die Türkei im Norden massiv militärisch aufrüstet und schweres Kriegsgerät an die Grenze verlegt.
Islamistische Gewalt und Daesh-Mentalität gegenüber Frauen
Die derzeitige Offensive ist geprägt von einer Ideologie, die sich in direkter Kontinuität zur Daesh-Mentalität bewegt. Frauen sind gezielt von Gewalt betroffen: Verschleppungen, Vergewaltigungen, Zwangsverschleierung sowie entwürdigende Praktiken wie das Abschneiden von Haaren von getöteten Frauen sind dokumentierte Mittel islamistischer Herrschaft. Diese Gewalt richtet sich insbesondere gegen kurdische, jesidische, christliche und andere marginalisierte Gemeinschaften.
Gefängnisausbrüche und erneute Gefahr durch Daesh
Durch die seit über zwei Wochen andauernden militärischen Angriffe kam es zudem zu Gefängnisausbrüchen von Daesh-Kämpfern. Diese Entwicklung stellt eine akute Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar und zeigt, dass die aktuelle Eskalation nicht nur lokale, sondern auch internationale sicherheitspolitische Folgen hat.
EU-Unterstützung und Widerspruch zur „feministischen Außenpolitik“
Besonders scharf kritisieren die Aktivist:innen die Rolle der Europäischen Union. Durch politische Anerkennung, diplomatische Kontakte und faktische Duldung der syrischen Übergangsregierung unterstützt die EU dieses Vorgehen indirekt – während sie sich gleichzeitig mit dem Begriff einer „feministischen Außenpolitik“ schmückt. Die Realität vor Ort steht in eklatantem Widerspruch zu diesen politischen Selbstzuschreibungen.
Zur Aktion im Landtag – Gewalt durch Sicherheitsdienst statt Gespräch
Im Rahmen der Aktion betraten die Aktivist:innen den Landtag mit einem Transparent, riefen kurze Parolen, wollten Informationsflyer verteilen und das Gespräch mit Abgeordneten und Besucher:innen suchen. Leider wurde die kurze Intervention sofort durch den internen Sicherheitsdienst des Landtages gestoppt. Die Aktivistinnen hatten im Foyer des Gebäudes ein Transparent mit der Aufschrift “Jin Jiyan Azadi-Frauenrevolution verteidigen” gehalten. Beim verweisen des Gebäudes gingen die Angestellten des Landtages sehr ruppig vor und wendeten Gewalt gegen einen Vertreter der Presse an. Eine Anzeige wurde seitens der Aktivistinnen bereits erstattet. Ein Dossier konnte so nicht an die Abgeordneten überreicht werden.
Mit der Aktion fordert riseup4rojava ein sofortiges Ende der politischen und militärischen Unterstützung islamistischer Akteure, den Schutz der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien sowie eine Außenpolitik, die Frauenrechte nicht nur rhetorisch, sondern konkret verteidigt.
Für Rückfragen stehen wir per Mailanfrage bereit; womendefendrojava_hannover@
Oder per Instagram; @women_defend_rojava
Kontaktieren sie uns gerne auch für ein Telefongespräch.