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Der 1. Mai 2020 bei Radio Flora – Interviews und Beiträge

erstellt von: am: 01.05.2020

Am 1. Mai 2020 gab es bei Radio Flora angesichts der Demonstrationsverbote eine neunstündige Sondersendung unter dem Motto „Denen eine Stimme geben, die sonst nicht gehört werden“. Gleichzeitig feierte Radio Flora den 27. Jahrestag der Gründung des Radio-Trägervereins. Die Berichterstattung über die Aktivitäten am 1. Mai lag uns immer besonders am Herzen. Einige Kolleg*innen, die am 1. Mai immer für das Radio dabei waren, sind inzwischen gestorben: Petja Wundenberg, Mechthild Dortmund, Alfred Klose und Hans-Jürgen Hermel. Ihnen war diese Sondersendung gewidmet.

Fast alle Interviews und Beiträge sind hier als Podcasts nachzuhören.

Einleitung des Sendetages zum 1. Mai von Hubert Brieden, Publizist und Mitarbeiter der Redaktion International von Radio Flora:

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Bei den Gewerkschaften ist in den Zeiten der Corona-Pandemie der Beratungsbedarf der Beschäftigten besonders hoch. Während bei vielen Lohnabhängigen die Arbeit derzeit ruht stehen andere unter erheblich erhöhten Arbeitsdruck. Und auch die 1. Mai – Feierlichkeiten müssen in diesem Jahr andere sein. Aber ganz ausfallen werden sie nicht. Über die aktuelle Situation sprach Reinhard Töneböhn mit Torsten Hannig, dem Geschäftsführer der DGB Region Niedersachsen-Mitte:

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Allmählich öffnen die Geschäfte im Einzelhandel wieder. Die 800 qm Begrenzung trifft dabei besonders die großen Kaufhäuser Geleria Karstadt / Kaufhof. Über die Situation im Einzelhandel sprach Uwe Dreier mit Sabine Gatz, Leiterin des Fachbereiches Einzelhandel bei ver.di Niedersachsen-Bremen:

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Über die Situation im Gesundheitswesen sprach Hubert Brieden mit David Matrai, ver.di Landesfachbereichsleiter Gesundheit und Soziales in Niedersachsen-Bremen:

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Viele ganz unterschiedliche Baustellen gibt es auch bei der Industriegewerkschaft Bauen Agrar und Umwelt IG BAU. Im Baugewerbe herrscht trotz Corona quasi Vollbeschäftigung. Ganz anders ist der Zustand im Reinigungsgewerbe, wo prekäre Beschäftigungen besonders häufig sind und Verdienstausfälle kaum verkraftet werden können. In der Landwirtschaft hingegen fehlen besonders Erntehelfer. Und in der Forstwirtschaft sind die Wälder von der anhaltenden Trockenheit und dem Borkenkäfer bedroht. Über alle diese Themen sprach Reinhard Töneböhn mit Kai Schwabe, dem stellvertretenden Regionalleiter der IG BAU Niedersachsen:

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Total angespannt ist die Lage im Gaststätten- und Hotelgewerbe. Hier geht momentan gar nichts mehr. Ganz anders sieht es aus in der Lebensmittelindustrie, denn hier ist die Nachfrage derzeit besonders hoch. In beiden Fällen steht die zuständige Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten NGG vor außerordentlichen Herausforderungen. Reinhard Töneböhn sprach darüber mit Thomas Domke, Gewerkschaftssekretär der NGG Region Hannover:

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Interview von Hubert Brieden mit dem Gewerkschaftler Charly Braun über gewerkschaftliche Arbeit, Militarismus und Neonazis:

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Interview von Charly Braun mit Steffi de Vries, Krankenschwester im Krankenhaus Bucholz/Nordheide:

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Interview von Hubert Brieden mit Klaus Armbruster, Mitarbeiter des baskisch-deutschen Kulturvereins BASKALE aus Bilbao über die Corona-Pandemie und das Alltagsleben im Baskenland und in Spanien.

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Interview von Hubert Brieden mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel. Er arbeitete an der Universotät Bremen und war Direktor des Instituts für Arbeit und Wirtschaft.

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Interview von Hossein Naghipour mit dem Politologen und Irankenner Peymann Javaher Haghighi über die politische, die wirtschaftliche Krise und die Arbeiterbewegung im Iran:

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Die Geschichte der Arbeiterbewegung und des 1. Mai im Iran von Hossein Naghipour

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Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften GEW steht derzeit vor ganz besonderen Herausforderungen. Neben den Hochschulen und Universitäten sind es vor allem die normalen Regelschulen, die nach der sehr langen Pause mit sogenannten Homelearning vor der Wiederöffnung stehen – ein besonders kontrovers diskutiertes Thema. Unser Kollege Uwe Dreier sprach darüber mit Christian Hoffmann, Pressesprecher der GEW Niedersachsen:

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In der Metall- und Elektro-Industrie standen jetzt trotz Corona-Zeiten Tarifverhandlungen an. Zu einem ersten Pilotabschluss kam es auch in NRW, der weitgehend auch im hiesigen IG Metall-Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt übernommen wurde. Über diesen sogenannten Solidaritäts-Tarifvertrag, aber auch über Home-Office, Kurzarbeit und den Härtefallfond Hannover sprach Reinhard Töneböhn mit Dirk Schulze, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hannover:

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Tarifkampf bei der Gilde Brauerei Hannover – eine unendliche Geschichte. Seit die TCB Brauereigruppe mit den Geschäftsführern und Inhabern Karsten Uhlmann und Mike Gärtner zum 1. Januar 2016 die Gilde aufgekauft haben, herrscht hier quasi ein tariffreier Raum. Seit jetzt gut sechs Monaten kämpft die zuständige Gewerkschaft Nahrung Genuss und Gaststätten NGG intensiv darum diesen Zustand zu beenden, und die Gilde wenigstens sukzessive an den Zustand der ehemaligen Tarifbindung zurückzuführen. Trotz einer Vielzahl an befristeten Streiks, Protestkundgebungen und nahezu grenzenloser Solidarität mit den Beschäftigten nicht nur von Gewerkschaftern sondern auch aus der Politik, hatten Geschäftsführung und Inhaber bisher alle Gesprächs- und Verhandlungsangebote für eine Einigung abgelehnt. Stattdessen haben sie den ältesten Betrieb Hannovers, der als Brauergilde seit dem Jahr 1526 besteht, in vier Gesellschaften aufgespalten. Dabei steht Gilde ja für Zusammenschluss und nicht für Spaltung. Ziel der Gilde-Geschäftsführung bei der Spaltung des Betriebes war aber wohl insbesondere die Zerschlagung des Betriebsrates, denn ohne Betriebsrat sind keine Tarifverhandlungen möglich. Diese Strategie der Gilde-Geschäftsleitung allerdings hat nicht ganz geklappt, da das Arbeitsgericht dem Betriebsrat eine sechsmonatige Weiterarbeit in alter Zusammensetzung trotz der vier neuen Betriebe ermöglicht hat. Allerdings sind diese sechs Monate Ende Mai abgelaufen. Dazu wir es zeitnah Betriebsversammlungen in den jetzt gleich vier Betrieben und Betriebsratswahlen geben müssen, und das während der Corona-Krise und Versammlungsverboten. Diese äußerst schwierige Situation wird im nachfolgenden Interview von Reinhard Töneböhn mit der zuständigen NGG-Regionsgeschäftsführerin Lena Melcher den Schwerpunkt bilden. Nicht vergessen dabei wird aber auch nicht die große Solidaritätsdemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes vom 29. Februar in Hannover:

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Wie IG Metall und Betriebsrat bereits in unserer letzten Sendung befürchtet hatten, die Volkswagen AG hat die Schließung des Sitech-Werkes für Auto-Sitzgarnituren in Hannover beschlossen. Dabei ist die Sitech GmbH eine hundertprozentige Tochter von Volkswagen. Für die Volkswagen-Transporter aber hat der Konzern aus Kostengründen eine Fremdvergabe an den Konkurrenten Faurecia beschlossen. Die derzeitig benötigten Sitze für den T6.1 wird Faurecia im benachbarten Neustadt produzieren, während sie die Fertigung für die zukünftigen „Bullis“, den T7 und den Elektro-Bulli ID Buz in Tschechien fertigen lassen. Damit sind die schlimmsten Befürchtungen der IG Metall Hannover und der Sitech-Beschäftigten eingetreten, bereits Ende April werden sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Knapp drei Wochen nach Bekanntgabe der Werksschließung, konnten jetzt, am 23.03. IG Metall und der Gesamtbetriebsrat einen umfangreichen Sozialplan vorlegen, den sie mit der Unternehmensleitung ausgehandelt haben. Zu den Einzelheiten sprach Reinhard Töneböhn telefonisch mit Tadeus Mainka, dem zuständigen Gewerkschaftssekretär der IG Metall:

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Im nachfolgenden Gespräch mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben wir drei spezielle Themenbereiche ausgewählt: Es wird um den Arbeitsschutz von den Beschäftigten in den Geschäften gehen, gestiegenen Anforderungen im Transportgewerbe, und dort besonders im Paketdienst, und dann über die Situation im Friseurhandwerk Darüber sprach Uwe Dreier mit Matthias Büschking, Pressesprecher von ver.di Niedersachsen-Bremen:

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Die unerbittliche Logik des Ausnahmezustandes (Chris Carlson, Attac Magazin bei Radio Flora)

Der Ausnahmezustand ist für Politiker*innen so attraktiv, dass die Versuchung groß ist, ihn ewig beizubehalten. Nicht nur, dass man so schön ohne Opposition durchregieren kann, die strafrechtliche Immunität, die man sich selber gewährt, für den nicht eben unwahrscheinlichen Fall, dass die Regenten sich rechtswidrig verhalten sollten, hat auch einen aparten Reiz, den man nicht missen möchte.

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Redaktion, Konzeption und Technik der Sondersendung zum 1. Mai: Hubert Brieden und Hossein Naghipour

 

Eine Übersicht über das gesamte Programm der Sondersendung findet sich hier: http://radioflora.de/erster-mai-2020-bei-radio-radio-flora-denen-eine-stimme-geben-die-sonst-nicht-zu-wort-kommen/

 

 

 

 

 

 

 

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