Täglische Nachricht aus Rojava von „Women Defend Rojava“ Aktuallisierung 11.März

erstellt von: am: 05.03.2026

Aktuallisierung 11. März, Tägliche Nachricht aus Rojava von Women Defend Rojava:

Liebe Freund:innen,
heute berichten wir aktuelle Nachrichten aus Rojava, dem Herzen der Frauenrevolution.
Die letzten Tage in Rojava waren voller Bewegung und Veränderungen. Erste Vereinbarungen des Integrationsabkommens zwischen der syrischen Übergangsregierung und der Selbstverwaltung Nordostsyriens werden umgesetzt.
Freilassung von 100 Gefangenen
Im Zuge des Integrationsabkommens wurden gestern 100 gefangen gehaltene Kämpfer:innen aus den Gefängnissen der syrischen Übergangsregierung freigelassen. Die Freigelassenen wurden von ihren Familien und der Gesellschaft mit Freude und Erleichterung in Hesekê in Empfang genommen. Es waren viele liebevolle Umarmungen zu sehen, und auf den Straßen wurde getanzt.
Bei der Offensive der syrischen Übergangsregierung im Januar 2026 wurden mindestens 1.200 Zivilist:innen getötet. Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder.
Mehr als 2.000 Zivilist:innen wurden entführt, und in über 500 Fällen ist der Verbleib der Verschleppten bis heute unbekannt.
Seit dem 18. Januar werden die deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann und ihr kurdischer Kollege Ahmed Polad vermisst, und es gibt keine Anhaltspunkte, wo sich die beiden befinden könnten. Die Familie von Eva Maria Michelmann fordert die Aufklärung des Verschwindens und eine Verantwortungsübernahme durch die syrische Übergangsregierung.

Um unsere Solidarität mit den Vermissten und Inhaftierten zu zeigen, startet Kongra Star eine Petition. Unterzeichnet diese, um sich für Gerechtigkeit und Freiheit für die Gefangenen und Vermissten einzusetzen!

Öffnung der Verbindungsstraße M4
Der heutige Tag markiert einen bedeutenden Schritt: Die Autobahn M4 wurde nach jahrelanger Schließung wieder geöffnet. Seit 2019 war sie aufgrund der politischen und militärischen Lage nicht passierbar.
Die Straße besitzt eine große strategische Bedeutung, da sie eine wichtige Verbindung zwischen der Cizîrê-Region und Aleppo darstellt. Entlang ihrer Strecke verbindet sie mehrere zentrale Städte, darunter Hesekê, Raqqa, Kobanê, Minbic und Aleppo.
Damit spielt die M4 eine entscheidende Rolle – sowohl für den zivilen Verkehr als auch für den Transport von Waren und Versorgungsgütern. Ihre Wiedereröffnung erleichtert den Austausch zwischen den Regionen Nord- und Ostsyriens und anderen Teilen des Landes und könnte zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung der Region beitragen.
Afrin
Ein weiterer Schritt des Integrationsabkommens, der in den letzten Tagen vollzogen werden konnte, ist die Rückführung der vertriebenen Familien aus Afrin in ihre Heimat. Nach acht Jahren der Vertreibung ist der erste Konvoi in Afrin angekommen und wurde von großen Menschenmengen empfangen. Die Gesellschaft feierte die Ankunft auf den Straßen und begrüßte die Familien. Es wurde getanzt – in der Hoffnung auf einen neuen Anfang im alten Leben.
Eine weitere Gruppe von 200 Familien soll am 12. März in den Bezirk Rajo und das Stadtzentrum von Afrin zurückkehren.
2018 wurde Afrin durch die türkische Armee und ihre jihadistischen Verbündeten angegriffen und belagert. Mit der Belagerung versuchte der türkische Staat, die Revolution und das demokratische Leben in Rojava niederzuschlagen.
Während des Krieges um Afrin unterstützte die demokratische Zivilgesellschaft weltweit den Widerstand in Afrin und protestierte gegen den Angriffskrieg, während die globalen Mächte entweder den türkischen Faschismus aktiv unterstützten, stillschweigend zustimmten oder die Invasion erlaubten.
Durch die Kriegsverbrechen des türkischen Staates und jihadistischer Gruppen waren die Menschen massiver Gewalt ausgesetzt, und jegliche Menschenrechtsverletzungen wurden begangen. Dies betrifft vor allem Frauen, die systematischen Formen von Vergewaltigung, Entführung und anderer geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind.
Auch Scharia-Gesetze wurden der ethnisch und religiös pluralistischen Gesellschaft von Afrin aufgezwungen. Dies ist kein Zufall. Wir können sehen, dass die Feinde der Revolution sehr gut verstanden haben, dass die Freiheit einer Gesellschaft mit der Freiheit ihrer Frauen zusammenhängt.
Die Türkei führte in Afrin gezielt einen demografischen Wandel durch, indem sie Familien jihadistischer Kämpfer in den Häusern der vertriebenen Menschen aus Afrin ansiedelte. Die Tausenden Vertriebenen aus Afrin leben unter schwierigen Umständen an den Orten, an denen sie Zuflucht gefunden haben. Während sie dort in Zelten leben, werden sie weiterhin von der türkischen Armee angegriffen und leiden immer wieder unter dem Embargo rund um die Region.
Diese Woche wurden erst sieben Kurd:innen in der Afrin-Region von jihadistischen Gruppen ermordet. Berichten zufolge wurde in Aleppo eine vierköpfige Familie in ihrer Wohnung tot aufgefunden, und in Cindirês wurden drei junge Männer, nachdem sie gefoltert worden waren, erschossen.
Was die Familien in Afrin erwarten wird, bleibt ungewiss. Sicherheitsvorkehrungen werden durch die örtlichen Asayish-Strukturen getroffen, die aus Mitgliedern der Familien bestehen werden. Die Menschen leisten weiterhin Widerstand und lassen sich nicht einschüchtern.
Serê Kaniyê
Auch in Serê Kaniyê wird die Rückkehr von Vertriebenen vorbereitet. Von der Türkei unterstützte Gruppen haben sich aus den Gebieten um Serê Kaniyê (Ras al-Ayn) zurückgezogen, um die Kontrolle an die Sicherheitskräfte der Asayish zu übergeben. Asayish-Kommandant Siyamend Afrin erklärte, dass die vertriebenen Bewohner:innen von Serê Kaniyê in ihre Häuser zurückkehren dürften.
Bevor sich die türkischen Truppen aus Serê Kaniyê zurückzogen, haben Mitglieder der Gruppen „Ahrar al-Sharqiya“ und „Jaysh al-Islam“ die Häuser von Vertriebenen geplündert und zerstört, so die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR).
Dieser Akt zeigt einmal mehr die hasserfüllte und faschistische Mentalität des türkischen Staates, der die Würde der Menschen zerstören will.
Tod von Dilan Karaman
Am 27. November 2025 verstarb Dilan an den Folgen eines Suizidversuchs in Amed. Suizide sind nicht allein durch individuelles Versagen oder Krankheiten begründet, sondern zeigen uns auch, dass gesellschaftliche Systeme und Lebensweisen Menschen in ausweglose Situationen bringen können.
Der Tod von Dilan Karaman zeigt eine zunehmende Entwurzelung gemeinschaftlichen Lebens und sozialer Strukturen. Gleichzeitig steigen weltweit psychische Erkrankungen und Belastungen – ein Phänomen, das nicht nur individuell, sondern auch strukturell verstanden werden muss.
Diese Entwicklungen lassen sich im Kontext einer kapitalistisch geprägten Lebensweise interpretieren. Das daraus resultierende systemische Versagen ist tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert und bildet den Hintergrund, vor dem auch die Umstände des Todes der Journalistin und Jin-Kolumnistin betrachtet werden müssen.
Nach dem Tod von Dilan Karaman hat sich eine Frauenkommission gegründet, die die menschenrechtlichen, gesellschaftlichen und institutionellen Hintergründe des Falls sichtbar machen will. Die Kommission benennt wichtige Ebenen von Gewalt, denen Frauen tagtäglich ausgesetzt sind.
Dilan Karaman war in der Zeit vor ihrem Tod partnerschaftlicher Gewalt ausgesetzt, welche die Gesundheit von Frauen massiv belastet. Ihre Arbeit im digitalen Medienbereich führte dazu, dass sie nonstop arbeitete, ohne eine klare Grenze zwischen Arbeit und Privatleben. Zudem war sie innerhalb ihrer Arbeitsstrukturen mit Ausgrenzung und Abwertung konfrontiert. Sie wurde ausgeschlossen, öffentlich kritisiert und mit zu vielen Aufgaben belastet. Die Kommission sieht darin ein klares Muster von anhaltendem Mobbing.
Wirtschaftliche Faktoren, Schulden, steigende Lebenshaltungskosten und finanzielle Unsicherheit hinderten Dilan Karaman daran, sich gegen übermäßige Arbeitsanforderungen zu wehren oder institutionellen Druck offen anzusprechen.
Der Tod von Dilan Karaman ist nicht isoliert zu betrachten und steht im Zusammenhang mit institutionellen Arbeitsstrukturen, politischen Organisationsformen und gesellschaftlichen Dynamiken. Wir dürfen solche Umstände nicht einfach hinnehmen. Sie machen uns krank. Wir wollen ein Leben in Freiheit – ohne Angst und ohne Unterdrückung.
Daher fordert die Kommission grundlegende Veränderungen, darunter klare Aufgabenverteilungen in politischen Strukturen, transparente Verantwortlichkeiten und unabhängige Kontrollmechanismen gegen Mobbing und psychosoziale Gewalt.
Aber auch wir als Gesellschaft müssen unsere liberalen Verhaltensweisen und isolierten Lebensformen hinterfragen und kollektive Praktiken entwickeln, mit denen wir uns gegen die Angriffe des Systems verteidigen.
„Wenn eine Frau sagt: ,Mir geht es sehr schlecht‘, dann ist das kein Gespräch, sondern ein Alarm“, heißt es im Bericht.
„Wenn eine Frau sagt: ,Ich bin hier nicht sicher‘, dann ist das kein Gefühl, sondern ein Notfall.“
Aufruf zu Newroz
Am 21. März feiern wir in traditionellen und farbenfrohen Kleidern Newroz, zünden Fackeln an und tanzen aus Widerstand. In den kurdischen Gebieten breitet sich die Vorfreude und Aufregung aus. Bunte Kleider werden aus den Schränken geholt, anprobiert und ausgetauscht. Einige Frauen vereinbaren Termine mit Schneiderinnen, um sich neue Kleider anfertigen zu lassen.
Vermehrt inszenieren sich Frauen mit ihrer traditionellen Kleidung und ihrem Schmuck und machen Fotos.
Newroz – das Fest des Frühlings, des Erblühens und des Neuanfangs. Das Fest steht für den Widerstand gegen Unterdrückung sowie für Geschichte, Tradition und den kollektiven Wunsch nach Freiheit.
Und mit diesen Worten wünschen wir euch revolutionäre Grüße aus Rojava.

Aktuallisierung 4. März, Tägliche Nachricht aus Rojava von Women Defend Rojava:

Liebe Freund:innen,

wir melden uns aus Rojava, dem Herzen der Frauenrevolution mit unserem täglichen Update.

Der Krieg, den Israel und die USA mit ihrem Angriff auf den Iran am 28. Februar begonnen haben, hat sich weiter ausgebreitet und kostet immer mehr Menschenleben. Im Iran sollen mehrere hundert Menschen getötet worden sein, darunter auch mind. 200 Zivilisten, mehrheitlich Frauen und Kinder. Am Montag hat Israel angefangen den Libanon zu bombardieren, auch da sind schon um die 50 Menschen getötet worden. Der ganze Mittlere Osten ist von dem Krieg betroffen. Selbst in Rojava, in Qamishlo, soll Mittwoch Morgen ein Teil einer Rakete zu Boden gekommen sein, in anderen Teilen Syriens haben die Raketenteile schon Menschen getötet.

Besonders Rojhilat, also die kurdischen Gebiete des Irans, ist im Zentrum des Krieges. Zum einen wurden auch dort schon unzählige Stützpunkte der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen. Zum anderen sind die kurdischen Parteien im Iran die Kräfte der Opposition, die die am organisiertesten sind. Am 2. März haben sie ein gemeinsames Statement veröffentlicht, in denen sie die Lage im Iran als „entscheidende Tage“ für die Zukunft des Irans beschreiben. Darin haben sie betont, dass der aktuelle Krieg nicht ein Krieg des iranischen Volkes gegen externe Mächte sei, sondern eine Folge der autoritären Herrschaft der Islamischen Republik, die die Bevölkerung in ihrer Freiheit einschränkt und das Land in eine politische und soziale Krise gestürzt hat. Die Erklärung rief die Bevölkerung in den kurdischen Gebieten dazu auf, wachsam und koordiniert zu bleiben, politische Aktionen mit den Vorgaben der Allianz abzustimmen und öffentliche Einrichtungen zu schützen, falls es zu einem Zusammenbruch staatlicher Strukturen oder größeren Unruhen kommt. Das könnte eine Chance sein, für Rojhlat mehr Autonomie zu gewinnen als auch ein Systemwandel basierend auf den demokratischen Prinzipien dieser Parteien umzusetzen.

Auch in Bashur, den kurdischen Teilen Iraks, ist der Krieg deutlich zu spüren. Die Stadt Erbil ist ist seit Samstag ständig Ziel iranischer Raketen und auch die Hashd al Shabi (Popular Mobilization Forces) haben sich zu Angriffen in der Kurdischen Autonomieregion bekannt. Unter anderem griffen sie mehrfach das Büro der kurdischen PAK an.

Der irakische Staat hat zusammen mit der schiitischen Miliz Hashd al Shabi schon Ende Februar gefordert, das sich die ezidische YBŞ entwaffnen soll. Laut einem Treffen am 19. Februar haben irakische Militär- und Hashd-Führer den YBŞ ein Ultimatum gesetzt: Entweder sie werden in die irakische Armee oder in die Hashd integriert – oder es werde nach dem 10. März eine gemeinsame Offensive gegen sie starten. Die YBŞ lehnen eine Einbindung in die Hashd ab, haben sich aber unter bestimmten Bedingungen bereiterklärt, in die reguläre irakische Armee aufgenommen zu werden. Die Spannungen werden durch einen politisch-militärischen Einfluss Iraks und der Türkei verstärkt: Besonders Ankara drängt auf ein Ende der YBŞ-Strukturen.
Für die Jesid:innen in Shengal bedeutet die YBŞ Schutz vor Gewalt und genozidialer Verfolgung, der sie immer wieder ausgesetzt sind. Besonders durch ein Widererstarken des IS wäre ein Angriff auf Shengal oder eine Entwaffnung der Volksverteidigungskräfte ein Angriff auf die Existenz der Ezid:innen.

Beriya Morad von Mala Jin erzählte uns bei einem Besuch diesen Morgen, das Kriege immer zuallererst Frauen und Kinder betreffen. Deshalb ist es unsere Aufgabe als Frauen, immer und überall das Leben zu verteidigen, für die Würde von Menschen zu kämpfen, und eine Gesellschaft aufzubauen, die in Frieden leben kann.

Ermordung irakischer Aktivistin

In tiefer Trauer gedenken wir der irakisch-kanadische Frauenrechtlerin Yanar Mohammed. Sie wurde am Montag (2.03.26) in Bagdad von 2 Männern erschossen.
Yanar Mohammed setzte sich mit all ihrer Kraft, ihrem Herz und ihrem Handeln für die Rechte der Frauen ein. Sie gründete mit anderen Frauen die Organisation Women’s Freedom in Iraq (OWFI) und organisierte so den Kapf der Frauen.
Die TAJÊ – die jesidische Frauenfreiheitsbewegung – bezeichnet den Mord als „gezielten politischen Feminizid“ und bewertet ihn als Angriff auf die gesamte Frauenbewegung im Irak. Dass Yanar Mohammed in den Tagen vor dem 8. März ist ein Ausdruck einer „männerstaatlichen Mentalität“, die die wachsende Organisierung von Frauen als Bedrohung begreife.

In unseren Kämpfen werden wir die Ideen und Werte von Yanar Mohammed fortführen. Mit ihrem Erbe setzten wir uns weiterhin für die Rechte der Frauen ein.

Update Integrationsprozess

Trotz des Krieges dürfen wir die Entwicklungen rund um den Integrationsprozess in Syrien nicht außer Acht lassen. Da gab es in den letzten Tagen zum einen einen Gefangenenaustausch, bei dem mehrere kurdische Kämpfer aus den Händen der Syrischen Übergangsregierung freigelassen wurden.
Kobane ist weiter unter Belagerung. Auch wenn teilweise humanitäre Hilfskonvois in die Stadt gelassen werden, kommt es zu gravierenden Engpässen bei Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Treibstoff und medizinischer Versorgung.
Gemäß dem Abkommen hat die SDF angefangen ihre Kräfte aus der Stadt zurückzuziehen und es wurde ein gemeinsamer Kontrollpunkt im Süden der Stadt gemeinsam mit Kräften der syrischen Regierung errichtet. Das die Syrische Übergangsregierung auch konkrete Schritte geht, die Blockade der Stadt aufzuheben, ist bisher nicht sichtbar.

Vorbereitung 8. März

Wir um so entschlossener in unseren Vorbereitungen für den 8. März.
In ganz Kurdistan schmücken die Frauen der Gesellschaft an die Städte mit bunten Girlanden.
Kongra Star ruft in allen Städten zum 8. März auf und stellt den Aktionsplan der nächsten Woche vor. Die Aktionen unter dem Motto: Jin Jiyan Azadi – Frauen leben Freiheit, mobilisieren rund um den 8. März zur Intensivierung der Verteidigung der Frauenerrungenschaften.
Jin Jiyan Azadi, als Philosophie der Frauen hat eine tiefe Bedeutung. Die Worte stehen für ein freies Leben, in dem Frauen atmen können. Für ein Leben, in dem sie sich selbst finden, wissen, wer sie sind, woher sie kommen und welche Bedeutung sie für ein gemeinschaftliches Leben haben. Dieses Wissen ist diestärkste Selbstverteidigung, die wie haben.
Im Zuge dessen werden sich die Frauen und andere unterdrückte Geschlechter sie Woche gegenseitig Bilden. In Seminaren wird Wissen vermittelt und geteilt, in Frauentreffen werden unterschiedliche Perspektiven diskutiert. Im Rahmen der kulturellen Selbstverteidigung finden Kunstausstellungen, Ausstellungen von Handarbeiten, Theateraufführungen ihren Platz.
Das Bild der Künstlerin Şhela zeigt die Verbindung der Frauenkämpfe im Mittleren Osten aber auch weltweit.
Das Gemälde entstand im Zuge der Protest gegen die Ermordung von Jina Amini im Jahr 2022. Die Worte Jin Jiyan Azadi sind seitdem ein Symbol der Selbstbestimmung der Frauen.
Im tiefem Schmerz und mit viel Wut schnitt sich die Künstlerin Şhela im Namen der Solidarität und des gemeinsam Kampfes ihren Zopf ab. Der Zopf, ein Symbol des Geistes der Frauen, der für den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft steht, und der die Verbindung zu den letzten Angriffen auf Frauen in Nordost Syrien aufzeigt.
In dem Gemälde hat der Zopf, positioniert inmitten eines gelben Kreises umrahmt von einem dunkelblauen Hintergrund, einen zentralen Charakter. Der gelbe Kreis erinnert an einen Mond, der Energie und Kraft ausdrückt. Auch die Form des Kreises schließt den Kreislauf der Frauengeschichte mit ein. Er ist ein Symbol der Verbundenheit im zyklischen Fortbestehen und der Erneuerung.
Mit dieser Kraft der Verbundenheit wappnen sich Frauen gegen die tief verankerten Strukturen der Unterdrückung.
Jin Jiyan Azadi – wir wollen leben und wir wollen in Freiheit leben.

Kommt heraus zum 8. März und viele Grüße aus Rojava!


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