Nein zum Krieg und Kriegstreiber! Nein zur Islamischen Republik Iran! Kundgebung in Hannover 13 Juni 2026
erstellt von: Kiumarz Naghipour am: 14.06.2026
Nein zum Krieg und Kriegstreiber! Nein zur Islamischen Republik Iran! Kundgebung in Hannover 13 Juni 2026
Gemeinsame Aktionswoche vom 13. bis 20. Juni 2026! In: Amsterdam, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Kassel, Köln, London, Münster Straßburg, Venedig, Wien.
In Hannover: 13. Juni um 12:30, Ernst August Platz Das Forum der iranischen Demokratinnen und Sozialistinnen Hannover, Kargah e.V. und Hanover for Iran haben zu der Kundgebung aufgerufen. Moderation und Information: Sorur Khalili und Ferdos Mirabadi
Musikalische Begleitung: Wilfried Behre
Redebeiträge:
– Monica Sandhas, Bündnis90/Grünen
– Harald Haupt, Die Linke Partei und GEW
– Bala Ramani, SPD
– Khosro Amiri, Forum und Kargah
– Ebrahim auf persisch: Forum, Solidarität mit den Frauen* in Afghanistan.
– Schafighe Hassan, Frauenaktivistin über die Unterdruckung des Frauenprotestes in Harat Afghanistan.
Kamera und Schnitt und Dokumentation: Kiumar Naghipour Radio flora
Das bedrohliche Gespenst des Krieges, begleitet von Verhandlungen, Drohungen und Spannungen, schwebt weiterhin über dem Iran und der Region. Eine Gesellschaft, die erst nach fast drei Monaten Internetausfall die Tragweite der Katastrophe erfassen konnte, sieht sich nun einer bitteren Realität gegenüber: Tote, weitverbreitete Zerstörung, verlorene Häuser und ein Leben, das nie wieder so sein wird wie zuvor.
Dieser verheerende Krieg hat Fabriken und Werkstätten, in Schutt und Asche gelegt. Tausende Arbeiter: innen haben ihr Arbeitsplatz verloren! Das Produktionsrad steht still, und die Tische der Menschen werden täglich kleiner. Die Preise haben sich seit vor dem Krieg verdoppelt, und die Inflation, die laut offizieller Statistik bei rund 70 Prozent liegt, macht das Leben für den Großteil der Bevölkerung zu einem Albtraum. Medikamente sind knapper und immer mehr Patienten haben keinen Zugang zu Behandlungen. Die Last des Lebens lastet schwerer, denn je auf den Schultern der Menschen.
Doch die Folgen des Krieges beschränken sich nicht nur auf wirtschaftliche und materielle Verwüstung. Der Krieg hat auch Protesten und Volksbewegungen einen schweren Schlag versetzt. Das Regime, das bereits durch Volksaufstände erschüttert war, sah im Schatten des Krieges eine neue Chance, seine wackelige Position wieder aufzubauen. Gleichzeitig trugen diejenigen, die die ausländische Militärintervention enthusiastisch unterstützten, dazu bei, die Volksproteste zu schwächen. Sie tanzten, feierlich auf den Straßen der Welt, während das iranische Bevölkerung unter verheerenden Bombenangriffen, Tod und Zerstörung litt.
Deshalb erheben wir unsere Stimme klar, und unmissverständlich:
Der Krieg muss sofort und vollständig beendet werden.
Unterdessen greift die Islamische Republik erneut zu ihren üblichen Mitteln: Repression, Verhaftung und Hinrichtung. Mehr als 50.000 Menschen wurden, verhaftet. Die Gefängnisse sind überfüllt, und viele Gefangene müssen im Schichtdienst schlafen. Todesurteile werden fast täglich vollstreckt, erzwungene Geständnisse werden erpresst, und auch die Familien derer, die Gerechtigkeit suchen, bleiben von Inhaftierung und Sicherheitsdruck nicht verschont. Die militärische und sicherheitspolitische Atmosphäre überschattet weiterhin die Straßen und den öffentlichen Raum.
Dennoch gehen der Kampf und der Widerstand weiter. Politische Gefangene in 56 Gefängnissen des Landes treten jeden Dienstag in den Hungerstreik, um gegen die Hinrichtungen zu protestieren. Seit dieser Protestbewegung sind nun mehr als 123 Wochen vergangen. Diese Fortsetzung ist ein Beweis für den Willen, die Beharrlichkeit und den Ruhm des Widerstands.
Wir unterstützen die iranische Bevölkerung, um die folgenden Forderungen zu erfüllen und die Stimme der Protestbewegungen zu sein:
Die Todesstrafe muss abgeschafft werden.
Politische Gefangene müssen freigelassen werden.
Frauen, Leben, Freiheit
Nieder mit dem Regime der Islamischen Republik Iran!
Es lebe die Freiheit, die Demokratie, die Gleichheit!
Wir, die linken, demokratischen und feministischen queeren (LGBTQ+) Gruppen und Kollektive, die diesen Aufruf unterzeichnet haben, glauben, dass das Schicksal Irans nicht durch Raketen und Bombenangriffe, sondern durch soziale und Volksbewegungen bestimmt wird, die für Freiheit, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit kämpfen. Deshalb organisieren wir vom 13. bis 20. Juni eine Aktionswoche in verschiedenen europäischen Städten, um die Stimme der iranischen Bevölkerung und seiner legitimen Forderungen zu sein.
In Hannover: 13. Juni um 12:30, Ernst August Platz
Forum der iranischen Demokrat:innen und Sozialist:innen Hannover
kanoon.hannover@gmail.com
Juni 2026