Der Preis der „Freiheit“ – Die Friedrich-Naumann-Stiftung kümmert sich um den Iran
erstellt von: Hubert Brieden am: 02.10.2026
Die der FDP nahestehende Friedrich-Naumann-Stiftung hat ihren so genannten „Freiheitspreis“ 2026 dem „iranischen Volk“ verliehen. Stellvertretend für das gesamte „iranische Volk“ soll ausgerechnet der Sohn des ehemaligen Schah von Persien am 7. November 2026 den Preis entgegennehmen. Die demokratische Opposition im Iran, die seit Jahren beharrlich gegen das Mullah-Regime kämpft, wurde nicht gefragt, ob sie sich durch einen Monarchisten vertreten lassen möchte, der sich nie von der Gewaltherrschaft seines Vaters distanziert hat. Hubert Brieden analysiert die Begründung der Stiftung für die Preisverleihung und beschreibt Interventionen dieser Organisation in verschiedenen anderen Ländern. Außerdem befasst er sich mit den politischen Zielen ihres Namensgebers und Idols Friedrich Naumann, der Deutschland unter dem Motto „Freiheit ist in erster Linie ein nationaler Begriff“ zur Weltmacht machen wollte. Zur Erreichung dieses Ziels waren ihm alle Mittel recht: Individuelle Freiheiten und nationale Bestrebungen kleiner Nationen sollten gegebenenfalls beseitigt werden. Schließlich rechtfertigte Naumann sogar den Völkermord an den Armeniern.
Manuskript: https://ak-regionalgeschichte.de/wp-content/uploads/Friedrich-Naumann-Stiftung-Iran-Text-fin.pdf