Nachricht aus Rojava von „Women Defend Rojava“(aktuallisiert am 26. Juni 2026)
erstellt von: Kiumarz Naghipour am: 19.06.2026
Nachricht aus Rojava20260626:
Liebe Freunde,
Auch in dieser Woche fanden in Nord- und Ostsyrien Initiativen und Aktivitäten von Frauen statt, die die Bedeutung der Verteidigung der Errungenschaften der Frauen und der Stärkung ihrer Rolle im gesellschaftlichen und politischen Leben unterstrichen. Die Veranstaltungen bekräftigten das Engagement, den Kampf für Freiheit, Demokratie und die Werte fortzusetzen, für die Frauen durch jahrelangen Widerstand und Opfer eingetreten sind.
In den Städten Dêrik, Çil Axa, Girkê Legê, Til Temir, Zirgan und Dirbesiyê fanden Massenkundgebungen statt, bei denen die physische Freiheit von Abdullah Öcalan gefordert wurde. Die Teilnehmer:innen betonten, dass Öcalans Ideen und Philosophie weiterhin zu Dialog, Koexistenz und demokratischen Lösungen beitragen, und hoben gleichzeitig die Bedeutung der Unterstützung der Bemühungen für Frieden und Stabilität in der Region hervor.
Die Frauenkulturbewegung Hilala Zêrîn organisierte in Hesekê eine große öffentliche Veranstaltung unter dem Motto „Mit dem Geist der Frauen und dem Leben der Frauen werden wir gemeinsam erfolgreich sein“. An der Veranstaltung nahmen Anwohner:innen, Frauenorganisationen und zivilgesellschaftliche Institutionen teil. Die Redner:innen hoben die historische Rolle der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) im Kampf gegen den IS und bei der Verteidigung der Gesellschaft hervor und betonten, dass die YPJ-Kämpferinnen zu einem globalen Symbol für die Stärke und den Widerstand der Frauen geworden sind. Die Veranstaltung umfasste auch kulturelle und künstlerische Darbietungen, die die Vielfalt der Region und die Entschlossenheit der Frauen widerspiegelten, ihren Kampf fortzusetzen.
Im Rahmen der Kampagne „Wir sind alle YPJ“ eröffnete Hilala Zêrîn erneut eine Kunstausstellung in der Stadt Dêrik. Die Ausstellung zeigte Kunstwerke, die die Rolle der Frauen und der YPJ in der Rojava-Revolution sowie die Opfer der Kämpferinnen bei der Verteidigung der Freiheit und der Rechte der Frauen hervorhoben. Die Besucherinnen bekundeten ihre Unterstützung für die YPJ und erklärten, wie wichtig es sei, die Errungenschaften der Frauen zu schützen und ihre Mitgestaltung der Zukunft Syriens sicherzustellen.
Auf dem Martyrer-Friedhof in Amûda wurde des dritten Jahrestags des Todes der beiden Frauenaktivistinnen Yusra Derwish und Reyhan Amûda gedacht. Die Teilnehmer:innen würdigten ihren Kampf und ihre Beiträge zur Gesellschaft, zur Teilhabe von Frauen sowie zur Förderung demokratischer Werte und des Zusammenlebens. An ihren Gräbern wurden Blumen niedergelegt, um ihr Vermächtnis und die Prinzipien zu ehren, für die sie ihr Leben gewidmet hatten. Beide wurden 2023 bei einem Drohnenangriff des türkischen Staates getötet. Beide stehen symbolisch für viele Frauen in Rojava und in ganz Kurdistan, die dafür kämpften, die Stimme freier Frauen zu sein, und in diesem Kampf ihr Leben ließen. Die Erinnerung an sie gibt Kraft und ist die Basis dafür, heute weiterzukämpfen und die Errungenschaften der Frauenrevolution mit allen Kräften und Mitteln zu verteidigen.
Und damit senden wir revolutionäre Grüße aus Rojava.
Nachricht aus Rojava20260618:
Liebe Freund:innen,
Auch in dieser Woche wurde die Kampagne zur Unterstützung der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) in Nord- und Ostsyrien fortgesetzt. Kulturorganisationen, zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Vertreter:innen der Gemeinden betonten, wie wichtig es ist, die Errungenschaften des Frauenkampfes anzuerkennen und zu verteidigen sowie das Recht der Frauen auf Selbstverteidigung zu wahren.
Die in diesem Zusammenhang in dieser Woche geäußerten Positionen der sogenannten Übergangsregierung, vertreten durch Ahmad Al-Hilali, spiegelt deren anhaltende Haltung wider, die Rolle der Frauenverteidigungseinheiten nicht anzuerkennen. Diese Sicht missachtet nicht nur die Opfer Tausender Kämpferinnen, sondern zeigt auch die offenbare tief verwurzelte patriarchale Denkweise und eine klare Weigerung, Frauen als gleichberechtigte Partnerinnen beim Aufbau von Sicherheit, Stabilität und gesellschaftlichem Leben anzuerkennen. Die YPJ wird so dargestellt, als sei sie eine separate oder externe Einheit, obwohl sie ein wesentlicher Bestandteil der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ist und durch ihren Widerstand und ihre Opfer eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Terrorismus spielt.
In Qamischlo gab der Verband der Kriegsversehrten eine Erklärung zur Unterstützung der Kampagne „YPJ Represents Us“ ab. Der Verband betonte, dass die Frauenverteidigungseinheiten eine historische Rolle bei der Verteidigung der Gesellschaft und dem Schutz der Rechte von Frauen und allen Völkern in der Region gespielt haben. Die Redner betonten, dass die Anerkennung der YPJ als eigenständige Frauenkraft ein wichtiger Schritt für die Zukunft Syriens und für die Sicherung der Errungenschaften der Frauen sei.
Die Frauenkulturbewegung Hilala Zêrîn organisierte in Qamischlo künstlerische Aktivitäten unter dem Motto „YPJ Represents Us“. Das Programm umfasste Theateraufführungen, musikalische Darbietungen und eine Kunstausstellung. Die Teilnehmerinnen hoben die Rolle der Frauen beim Aufbau einer demokratischen Gesellschaft hervor und zeigten, wie wichtig es ist, die durch jahrelangen Kampf und Widerstand errungenen Errungenschaften zu bewahren. In Kobanê versammelten sich Künstler:innen, Frauen und Mitglieder der Gemeinschaft zu einer Kulturveranstaltung zur Unterstützung der YPJ. Durch Reden und künstlerische Aktivitäten brachten die Teilnehmer:innen ihre Solidarität mit den Kämpferinnen zum Ausdruck und forderten die Beteiligung von Frauen an der Gestaltung der Zukunft Syriens. Die Veranstaltung hob zudem die enge Verbindung zwischen Kultur, Widerstand und der Freiheit der Frauen hervor. Ein ähnlicher Kulturabend wurde in Hesekê organisiert, an dem Künstler:innen, Aktivist:innen und Vertreterinnen lokaler Institutionen teilnahmen. Sie betonten, dass die Frauenverteidigungseinheiten den Willen, den Widerstand und die Entschlossenheit der Frauen verkörpern. All diese Veranstaltungen waren Teil der umfassenderen Kampagne „We Are All YPJ“ zur Unterstützung der Selbstverteidigung von Frauen und zum Schutz der Errungenschaften der Frauenrevolution.
Weiterhin nehmen in Rojava nehmen soziale und kulturelle Initiativen im Rahmen breiterer gemeinschaftlicher Bemühungen zur Stärkung der Teilhabe von Frauen am täglichen Leben zu. Zu diesen Initiativen gehört die Kampagne „Ich will ein Fahrrad“, die Frauen und Mädchen dazu ermutigt hat, gesellschaftliche Barrieren zu überwinden und durch Radtouren und gemeinsame Veranstaltungen eine aktivere Rolle im Alltag zu übernehmen. Solche Kampagnen spiegeln die andauernden Bemühungen wider, die Bewegungsfreiheit und Teilhabe von Frauen am täglichen Leben zu erweitern.
Und damit senden wir euch revolutionäre Grüße aus Rojava. „Women Defend Rojava“