Nachricht aus Rojava von „Women Defend Rojava“(aktuallisiert am 18. Juni 2026)

erstellt von: am: 19.06.2026

Nachricht aus Rojava20260618:

Liebe Freund:innen,
Auch in dieser Woche wurde die Kampagne zur Unterstützung der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) in Nord- und Ostsyrien fortgesetzt. Kulturorganisationen, zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Vertreter:innen der Gemeinden betonten, wie wichtig es ist, die Errungenschaften des Frauenkampfes anzuerkennen und zu verteidigen sowie das Recht der Frauen auf Selbstverteidigung zu wahren.
Die in diesem Zusammenhang in dieser Woche geäußerten Positionen der sogenannten Übergangsregierung, vertreten durch Ahmad Al-Hilali, spiegelt deren anhaltende Haltung wider, die Rolle der Frauenverteidigungseinheiten nicht anzuerkennen. Diese Sicht missachtet nicht nur die Opfer Tausender Kämpferinnen, sondern zeigt auch die offenbare tief verwurzelte patriarchale Denkweise und eine klare Weigerung, Frauen als gleichberechtigte Partnerinnen beim Aufbau von Sicherheit, Stabilität und gesellschaftlichem Leben anzuerkennen. Die YPJ wird so dargestellt, als sei sie eine separate oder externe Einheit, obwohl sie ein wesentlicher Bestandteil der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ist und durch ihren Widerstand und ihre Opfer eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Terrorismus spielt.
In Qamischlo gab der Verband der Kriegsversehrten eine Erklärung zur Unterstützung der Kampagne „YPJ Represents Us“ ab. Der Verband betonte, dass die Frauenverteidigungseinheiten eine historische Rolle bei der Verteidigung der Gesellschaft und dem Schutz der Rechte von Frauen und allen Völkern in der Region gespielt haben. Die Redner betonten, dass die Anerkennung der YPJ als eigenständige Frauenkraft ein wichtiger Schritt für die Zukunft Syriens und für die Sicherung der Errungenschaften der Frauen sei.
Die Frauenkulturbewegung Hilala Zêrîn organisierte in Qamischlo künstlerische Aktivitäten unter dem Motto „YPJ Represents Us“. Das Programm umfasste Theateraufführungen, musikalische Darbietungen und eine Kunstausstellung. Die Teilnehmerinnen hoben die Rolle der Frauen beim Aufbau einer demokratischen Gesellschaft hervor und zeigten, wie wichtig es ist, die durch jahrelangen Kampf und Widerstand errungenen Errungenschaften zu bewahren. In Kobanê versammelten sich Künstler:innen, Frauen und Mitglieder der Gemeinschaft zu einer Kulturveranstaltung zur Unterstützung der YPJ. Durch Reden und künstlerische Aktivitäten brachten die Teilnehmer:innen ihre Solidarität mit den Kämpferinnen zum Ausdruck und forderten die Beteiligung von Frauen an der Gestaltung der Zukunft Syriens. Die Veranstaltung hob zudem die enge Verbindung zwischen Kultur, Widerstand und der Freiheit der Frauen hervor. Ein ähnlicher Kulturabend wurde in Hesekê organisiert, an dem Künstler:innen, Aktivist:innen und Vertreterinnen lokaler Institutionen teilnahmen. Sie betonten, dass die Frauenverteidigungseinheiten den Willen, den Widerstand und die Entschlossenheit der Frauen verkörpern. All diese Veranstaltungen waren Teil der umfassenderen Kampagne „We Are All YPJ“ zur Unterstützung der Selbstverteidigung von Frauen und zum Schutz der Errungenschaften der Frauenrevolution.
Weiterhin nehmen in Rojava nehmen soziale und kulturelle Initiativen im Rahmen breiterer gemeinschaftlicher Bemühungen zur Stärkung der Teilhabe von Frauen am täglichen Leben zu. Zu diesen Initiativen gehört die Kampagne „Ich will ein Fahrrad“, die Frauen und Mädchen dazu ermutigt hat, gesellschaftliche Barrieren zu überwinden und durch Radtouren und gemeinsame Veranstaltungen eine aktivere Rolle im Alltag zu übernehmen. Solche Kampagnen spiegeln die andauernden Bemühungen wider, die Bewegungsfreiheit und Teilhabe von Frauen am täglichen Leben zu erweitern.
Und damit senden wir euch revolutionäre Grüße aus Rojava. „Women Defend Rojava“


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