Waffen nicht geladen – Friedensinitiative protestiert gegen zivil-militärische Zusammenarbeit in Neustadt a. Rbge.

erstellt von: am: 22.06.2026


„Eines vorweg: Die Waffen, die die Soldatinnen und Soldaten am Gürtel tragen sind nicht geladen“, versucht die Hannoversche Allgemeine das Lesepublikum zu beruhigen. Die Rede ist von einer Übung von Bundeswehr und Nato-Einheiten, die in Neustadt a. Rbge. für einen zukünftigen Krieg mit Russland die zivil-militärische Zusammenarbeit perfektionieren und intensivieren wollen. Die Friedensinitiative Neustadt/Wunstorf protestiert gegen diesen erneuten Versuch, das Militärische im Zivilleben dauerhaft zu implantieren und die Gesellschaft kriegstüchtig zu machen.

Die im Beitrag zitierte Presseerklärung des Arbeitskreises Regionalgeschichte ist nachzulesen unter: https://ak-regionalgeschichte.de/mehr/

Zur Problematik der Bundeswehrstationierung in der „Suwalki-Passage“: https://radioflora.de/die-bundeswehr-in-litauen-die-vergessene-militaergeschichte-und-der-dritte-weltkrieg/ und: https://ak-regionalgeschichte.de/wp-content/uploads/Litauen-Militaer-Geschichte-fin.pdf

22. Juni 2026: Aktion der Friedeninitiative vor einem Supermarkt mit Bundeswehr- und Nato-Soldat*innen in Neustadt a. Rbge. und Anhänger auf dem Supermarktparkplatz

23. Juni 2026 am Neustädter Rathaus: Protest von Aktivist*innen der Friedensinitiative Neustadt/Wunstorf gegen militärisch-zivile Kooperation und die zunehmende Präsenz von Militärs im öffentlichen Raum. Hier: Gerhard Biederbeck von der Friedensinitiative (vorn links) übereicht Bürgermeister Dominic Herbst einen offenen Brief. (Fotos: H. Brieden)

Kriegsvorbereitungen: Militärs vor dem Neustädter Rathaus 23. Juni 2026 (Foto: P. Fast)

Nach den Protesten der Friedensinitiative gegen die Präsenz des Militärs in Neustadt a. Rbge., wollte die Verwaltung des Neudtädter Krankenhauses ihren Termin mit Bundeswehr- und Natoangehörigen nicht bekanntgeben. Auch über die Inhalte des geplanten Treffens wurde geschwiegen. Am 25. Juni 2026 gegen 10 Uhr konnten dann deutsche, italienische und türkische Uniformierte vor dem Krankenhaus beobachtet werden. Offen bleibt, welche Aufgaben bewaffnete Bundeswehr- und Natoangehörige bei Einsätzen in der Region Hannover übernehmen sollen. Wird möglicherweise bereits geübt, die „Heimatschutztruppe“ der Bundeswehr und/oder Nato-Angehörige gegen mögliche Antikriegsproteste einzusetzen? (Foto: Friedensinitiative Neustadt/Wunstorf)


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