„Nein zum Krieg, Nein zur Hinrichtung, Nein zur Islamischen Republik“ – Protestkundgebung in Hannover am Samstag den 22. August 2026
erstellt von: Kiumarz Naghipour am: 23.08.2026
In Hannover, am Platz der Göttinger Sieben neben dem Niedersächsischen Landtag, fand auf Aufruf des „Forums der iranisvhen Demokratinnen und Sozialistinnen“ eine weitere Kundgebung statt – als Fortsetzung früherer Versammlungen und zeitgleich mit Protesten in anderen Städten.
Im Mittelpunkt standen die klaren Forderungen: Nein zum Krieg, Nein zur Hinrichtung, Nein zur Islamischen Republik.
Die Kundgebung fand vor dem Hintergrund anhaltender militärischer Spannungen, einer Kriegssituation und des wachsenden wirtschaftlichen Drucks auf die Menschen im Iran statt. Sie war Ausdruck des Protests einer Bevölkerung, die zunehmend unter wirtschaftlichem und politischem Druck steht – einer Bevölkerung, deren Menschen wegen ihres zivilen Protests inhaftiert werden und die täglich mehr Hinrichtungen und Repression erlebt.
Wie bereits bei früheren Kundgebungen waren auch diesmal Menschenrechtsorganisationen und progressive Initiativen und Kräfte an der Seite der Protestierenden vertreten, darunter Amnesty International, „Omas gegen Rechts“ sowie Parteien und weitere progressive Gruppen.
Neben den zentralen Forderungen wurde auch an den Beginn des militärischen und faschistischen Angriffs auf Kurdistan am 19. August 1979 erinnert, der auf Anordnung von Ayatollah Khomeini begann. Thematisiert wurden dabei auch der Widerstand der Bevölkerung Kurdistans und der historische Exodus aus Marivan.
Die Botschaft der Kundgebung war eindeutig: Ablehnung von Krieg, Hinrichtungen und der Islamischen Republik – und zugleich die Forderung nach Freiheit, Menschenwürde und dem Recht der Menschen im Iran, über ihre eigene Zukunft selbst zu bestimmen.
Dabei wurden zwei zentrale Hindernisse für dieses Ziel benannt: auf der einen Seite die USA als militärischer Aggressor und Akteur des Krieges, auf der anderen Seite die krisengeschüttelte und vom Krieg abhängige Islamische Republik als Regime der Unterdrückung und Hinrichtungen.
Und trotz Repression und Gewalt bleibt die Botschaft der Protestierenden klar:
Doch die Kraft und der Widerstand der kämpfenden Menschen werden stärker sein als die Repression der Machthaber. Letztlich wird der Kampf der Menschen siegen und diejenigen, die über ihr Leben herrschen, aus ihrem Leben und ihrer Zukunft verdrängen.
Moderation und Information, Sorour Khalili und Ferdos Mirabadi
Redebeitrage:
- Bala S Ramani, SPD
- Parisa Hussein-Nejad
- Musikalische Begleitung: Wilfried Behre
- Kamera & Schnitt und Dokumentation: Kiumarz Naghipour