Elfter globaler Klimastreik von Fridays for Future in Hannover

erstellt von: am: 29.09.2022

Elfter globaler Klimastreik von Fridays for Future

Am 23.09., fand der elfte globale Klimastreik der Bewegung Fridays for Future statt. Auch in Niedersachsen gingen in über 20 Städten Menschen für Klimagerechtigkeit auf die Straße. In ganz Deutschland wurde in mehr als 270 Städten gestreikt, weltweit in vielen weiteren. In Hannover waren 4000 Menschen dabei.


Die Aktivist*innen fordern ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für Klima und Sicherheit. In Niedersachsen stehen außerdem in wenigen Wochen Landtagswahlen an. Fridays for Future erwartet von der neuen Landesregierung wirksame, gerechte Klimapolitik. Aus diesem Grund kündigte die Bewegung heute einen landesweiten Klimastreik am 07.10. an, zwei Tage vor der Landtagswahl.

„Krisen spitzen sich zu und werden gleichzeitig gegeneinander ausgespielt. Niemand schafft es, Klima und Soziales zusammen zu denken. Das können wir nicht akzeptieren! Es braucht jetzt wirksame, klimagerechte Politik. Auch eine zukünftige Landesregierung muss Verantwortung übernehmen und entsprechend handeln. Deshalb gehen wir am 07.Oktober in ganz Niedersachsen auf die Straße.“, so Nele Evers, Pressesprecherin von Fridays for Future Niedersachsen.

International fordert die Bewegung unter dem Motto #PeopleNotProfit eine klare Priorisierung von Menschenrechten und Ökosystemen vor Konzerninteressen. Von der deutschen Regierung werden entschlossene Maßnahmen zur Emissionsreduktion und das Wahrnehmen historischer Verantwortung erwartet – beispielsweise durch angemessene Entschädigungszahlungen, aber auch das Einbeziehen der Perspektiven und Forderungen von Menschen aus schon heute stark von der Klimakrise betroffenen Staaten in klimapolitische Entscheidungen.

Die Pressesprecher*innen vonFFF stehen Ihnen jederzeit für Interviews und Fragen bereit. Auch vermitteln sie Ihnen gerne Kontakt zu einer der Ortsgruppen.

Bei Rückfragen melden Sie sich gerne unter niedersachsen@fridaysforfuture.de oder telefonisch unter +49 (0) 1525 2365582 (Nele Evers).

Viele weitere Infos und Aktionen auf der Homepage  fridaysforfuture-hannover.de

Mitschnitt und technische Bearbeitung der Demo radio flora

Fotos – Axel Kleinecke


Die Liste der Beiträge im Podcast

1. Peoplenotprofit:  Ava und Tigger

2. DGB: Moritz Stiegel

3. Andersraum: Cora Weiler

4. Keep it in the ground for peace: Joseph Kenson Sakala  (Rede in Englisch. Die 

    Übersetzung steht unten.)

5. Bündnis “Endfossil“: Scott und Maila

Die Musik auf der Demo war von Joy Bogat und Kogi.

1. People-not-profit: Ava und Tigger
2. DGB: Moritz Stiegel
3. Andersraum: Cora Weiler
4. Keep it in the Ground: Joseph Kenson Sakala aus Malawi
5. Bündnis „Endfossil“: Scott und Maila

Übersetzung des englischen Redebeitrags von Joseph aus Malawi

Ich bin Joseph aus Malawi. Ich stehe hier und repräsentiere den globalen Süden, der benachteiligt ist im Recht in einem stabilen Umfeld zu leben, der benachteiligt ist gute Lebensumstände zu besitzen, der benachteiligt ist, in den Möglichkeiten wirtschaftlich zu agieren, auf Grund der Ausbeutung durch die fossile Wirtschaft.

Ein Großteil der aktuellen Konflikte findet auf Kosten des globalen Südens statt, dabei tragen sie nicht groß zu den weltweiten CO2-Emissionen bei. Der globale Süden zahlt die Klimakosten, der Westen profitiert. Sie zahlen die Schulden, die für den Westen nur Kleinigkeiten sind und der Westen profitiert. Das ist keine globale Gerechtigkeit, das ist keine Gerechtigkeit und wir müssen jetzt etwas ändern.

Die Menschen aus Malawi, die Menschen aus dem globalen Süden sind gleichberechtigte Menschen und es ist ungerecht in einer Welt zu leben, wo Personen von der Ausbeutung anderer aus dem globalen Süden profitieren.

Ich spreche für den Nutzen der Menschen in Malawi, wo ich herkomme. Ich spreche für den Nutzen der Menschen in Malawi, die scheitern ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft zu verdienen, da sich das Klima nun in meinem Land verschlechtert. Ein Großteil der Menschen kann keine Landwirtschaft betreiben, auf Grund von Dürre, Überflutungen und Stürmen jedes Jahr. Die vielen Naturkatastrophen haben unser Leben schon stark eingeschränkt.

Wir können so nicht weiter machen. Wir können nicht aus Bequemlichkeit die Wirtschaft mit fossilen Brennstoffen fortführen. Eine fossile Wirtschaft, die keinen Respekt vor Humanität, keinen Respekt vor Menschenrechten, und keinen Respekt hat vor den Rechten der Natur. Jetzt ist unsere Zeit als Welt vereint, als globale Gemeinschaft, die weltweite Gerechtigkeit als unser gemeinsames Ziel zu setzen.

Ich glaube, dass unser Zusammenkommen hier zeigt, dass es Hoffnung für die aktuelle Zeit, aber auch für zukünftige Generationen gibt. Nicht nur hier im Westen, sondern auch im globalen Süden. Als weltweite Gemeinschaft, wo jeder, jedes menschliche Wesen, jede lebende Person, die gleichen Rechte verdient.

Die Freiheit, den Wohlstand, das gute Leben, dass ihr hier habt – jeder auf der Welt verdient ein solches Leben und es ist nicht fair, die Erfahrungen und Erlebnisse im globalen Süden zu ignorieren, sterbende Menschen in Krankenhäusern zurückzulassen, auf Grund der Zustände, die diese Gesellschaft angetrieben von fossilen Brennstoffen, geschaffen hat. Es ist nicht richtig und sinnvoll Profit über menschliches Leben zu stellen. Ich denke Menschen sind viel wichtiger als Profite.

Vielen Dank!


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