Click & Walk – Jüdisches Leben in Hannover – Ein Fotoprojekt an der Albert-Einstein-Schule

erstellt von: am: 07.10.2021

Schüler und Schülerinnen des 10. Jahrgangs auf den Spuren jüdischen Lebens

Am 27. September wurde ein Projekt des 10. Jahrgangs im Forum der Albert-Einstein-Schule Laatzen feierlich abgeschlossen. Die Gruppe des Seminarfachs unter Leitung von Wilhelm Paetzmann hatten in einem Unterrichtsprojekt nach Spuren jüdischen Lebens in ihrer Umgebung gesucht. Dokumentationsmittel war dabei das Handy. Unter Anleitung des Fotografen Uwe Stellter lernten die Schüler und Schülerinnen, erzählend zu fotografieren und die Bilder zu aussagekräftigen Collagen zusammenzustellen. Bei ihrer Spurensuche fanden sie als letzte von den Nazis verschonte Spuren jüdischer Kultur vor allem jüdische Friedhöfe mit Grabsteinen aus verschiedenen Zeiten. In Vorträgen von Schülern bei der Feier wurde deutlich, dass sie in der Arbeit an diesem Projekt über das Fotografieren hinaus auch Zugang zur jüdischen Kultur und zur Problematik des Antisemitismus gefunden haben, zur historischen Dimension unter der Hitlerdiktatur ebenso wie zur aktuellen durch die extreme Rechte, die im heutigen Deutschland mit Gewalttaten gegen Juden und jüdische Einrichtungen wieder neu erstarkt.

Die fotografischen Ergebnisse des Projektes sind als Ausstellung zunächst noch in der Schule zu sehen. Die Reden auf der Feier sind im Podcast der Sendung in ihrer ursprünglichen Reihenfolge enthalten. Es sprechen:

  • Schulleiter Christian Augustin – Begrüßung
  • Schülerbeitrag zur Erfahrung der antisemitischen Bedrohung der Friedhöfe heute
  • Bürgermeister Jürgen Köhne – Grußwort
  • Kriminaldirektor Harry Blome – Grußwort mit Bezug auf den aktuellen Antisemitismus
  • Anke Biedenkamp –  „Das Click & Work-Fotoprojekt – Ein Baustein zur Verankerung der Europäischen Route des jüdischen Kulturlebens in Deutschland“
  • Wilhelm Partzmann – „Gedenken als pädagogische Aufgabe“
  • Lea Neumann, 10.Jahrgang „Jüdische Friedhöfe in der Region Hannover – Anklage und kulturelles Vermächtnis zugleich“
  • Michelle Fallouh, 10 Jahrgang – „Gleidingen – eine Landjüdische Gemeinde vor den Toren Hannovers“
  • Uwe Stellter zur Bedeutung des Fotografierens und zur Erstellung der Collagen

Dieser Podcast gehört zu einer Reihe von bisher drei Sendungen über lokale Veranstaltungen gegen Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart. Wir verweisen mit Links auf weitere Podcasts auf unserer Homepage zu diesem Thema.:

  1. Sendung über die Vernissage einer historischen Ausstellung in Neustadt am Rübenberge über das kollektive Verdrängen von Wissen über NS-Verbrecher in der Gemeinschaft der Kommune am konkreten Beispiel dieser Kleinstadt mit dem Titel „Verschweigen und Erinnern – die langen Schatten der NS-Diktatur“. Hier der Link:

radioflora.de/verschweigen-und-erinnern-die-langen-schatten-der-ns-diktatur/

  1. Podcast mit dem Vortrag von Hubert Brieden, des Autors der Ausstellung „Verschweigen und Erinnern…“ über seine Forschungsergebnisse. Hier der Link:

radioflora.de/karrieren-neustaedter-ns-taeter-vor-und-nach-1945-vortrag-von-hubert-brieden/


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