Für Frieden, Freiheit und Gleichheit – Kundgebung in Hannover gegen Krieg und Todesstrafe | 5. September 2026
erstellt von: Kiumarz Naghipour am: 06.09.2026
Unter dem Motto „Für Frieden, für die Menschenwürde, für Freiheit und Gleichheit – gegen den Krieg, gegen die Islamische Republik, Nein zur Todesstrafe“ fand am Samstag, dem 5. September auf dem Ernst-August-Platz in Hannover eine weitere Protestkundgebung statt.
Aufgerufen hatte das Forum der iranischen Demokratinnen und Sozialistinnen Hannover, Kargah e.V. , Hanover for Iran
und ihrer unterstützenden Kräfte. Die Kundgebung stand zugleich im Zeichen der Solidarität mit den sozialen Bewegungen im Iran und ihren Forderungen nach Frieden, Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde.
Wie bereits bei den vorangegangenen Kundgebungen fand die Veranstaltung eine gute Resonanz. Auch Amnesty International war solidarisch vertreten. Darüber hinaus nahmen Vertreter*innen der Partei Die Linke und der SPD an der Kundgebung teil.
Im Mittelpunkt standen die dramatischen Auswirkungen von Krieg und wirtschaftlicher Isolation auf die Menschen im Iran. Die Fortsetzung und Verschärfung des Krieges fordert weiterhin Opfer. Gleichzeitig verschärfen Sanktionen und wirtschaftliche Blockaden die ohnehin schwierige soziale Lage. Steigende Preise, Arbeitslosigkeit und die zunehmende Armut schränken den Lebensraum der Mehrheit der Bevölkerung immer weiter ein.
Doch die Kundgebung war nicht nur Ausdruck der Sorge über die Folgen von Krieg und Sanktionen. Sie war auch ein Zeichen des Widerstands gegen die Repression der Islamischen Republik und gegen die fortgesetzte Anwendung der Todesstrafe.
Trotz Verhaftungen, Unterdrückung und Hinrichtungen organisieren Menschen im Iran ihren Widerstand weiter. Frauen, Arbeiterinnen, Rentnerinnen, Studierende und politische Gefangene setzen sich für ihre Rechte ein und fordern ein Ende der Todesstrafe und die Freilassung politischer Gefangener.
Die Kundgebung in Hannover versteht sich als Teil dieser Solidarität. Sie ruft die Öffentlichkeit dazu auf, die Menschen im Iran zu unterstützen und politischen und gesellschaftlichen Druck auszuüben – gegen Krieg und Militarismus, gegen Sanktionen, gegen Hinrichtungen und gegen die Repression der Islamischen Republik.
Es geht dabei um eine Perspektive, die den Menschen wieder Raum zum Leben gibt und den sozialen Bewegungen den Weg öffnet.
Im Folgenden hört und sieht Ihr die Aufzeichnung und Dokumentation der Protestkundgebung vom 5. September:
Moderation: Sorour Khalili (Hanover for Iran)
Musikalische Begleitung: Wilfried Behre
Redebeiträge:
- Ferdos Mirabadi: Forum der iranischen Demokratinnen und Sozialistinnen Hannover, und Kargah e.V
- Farez Rahabi und Hamid Kamrani: Partei die Linke
- Séverine Jean: SPD
Kamera, Schnitt und Dokumentation: Kiumarz Naghipour, Radio flora